
From Garden to Table
Ein spätsommerliches Menü mit Tomaten, Kürbis & Roter Rübe
Der Sommer ist noch nicht ganz vorbei, aber man spürt schon, dass sich etwas verändert. Die Abende werden kühler, das Licht weicher und auf den Beeten im Garten hängen die letzten reifen Tomaten. Der Hokkaido wartet darauf, geerntet zu werden, rote Rüben sitzen noch in der Erde und überall findet man Kräuter, die jetzt besonders aromatisch sind.
Genau diese Stimmung liebe ich. Nicht mehr die ganz leichte Sommerküche, aber auch noch nicht die schweren Herbstgerichte. Stattdessen warme Farben, geröstetes Gemüse, frische Kräuter und ein Tisch, an dem man gerne ein bisschen länger sitzen bleibt.
From Garden to Table war deshalb die Idee für dieses Menü.
Die Zutaten sind schlicht und saisonal – aber mit ein paar kleinen Kniffen werden daraus drei Gerichte, die sich wunderbar für ein spätsommerliches Dinner mit Freunden oder der Familie eignen. Und natürlich durfte auch der gedeckte Tisch für mich wieder eine besondere Rolle spielen.

Ein Tisch, der sich nach Spätsommer anfühlt
Für diesen Tisch habe ich mich für die Fleur-Kollektion von Villeroy & Boch entschieden.
Ich muss ehrlich sagen: Ich habe mich sofort in dieses Geschirr verliebt. Die zarten floralen Details wirken verspielt und nostalgisch, gleichzeitig fühlt sich die Kollektion hochwertig und zeitlos an. Genau diese Mischung passt für mich wunderbar zu einem gedeckten Tisch im September.
Ich mag es, wenn ein Tisch nicht perfekt durchgestylt aussieht, sondern ein bisschen so, als hätte man sich gerade hingesetzt, um gemeinsam zu essen.
Das Schöne an der Fleur-Kollektion ist für mich, dass sie genau dieses Gefühl unterstützt. Die Teller bringen eine wunderschöne, dezente Farbe und Struktur auf den Tisch, ohne den Gerichten die Show zu nehmen.
Und die Qualität merkt man einfach. Es sind Stücke, die nicht nur für einen besonderen Anlass im Schrank stehen sollen, sondern die ich gerne immer wieder hervorhole.
Auf den Bildern seht ihr übrigens alles von Villeroy & Boch: Teller, Besteck, Tassen, Vasen, Kerzen und Stoffservietten. Ich liebe es, wenn sich ein Tisch wie aus einem Guss anfühlt und trotzdem persönlich und lebendig bleibt.
Dazu ein paar Gartenblumen, Kräuter, Kerzen und natürlich das Gemüse, das später auf dem Teller landet.
So wird aus Garden to Table nicht nur ein Rezept, sondern ein kleines Erlebnis.
Ofengeröstete Tomaten-Cremesuppe mit Crème-fraîche
Wenn Tomaten im Garten wirklich reif sind, braucht es eigentlich gar nicht viel.
Ich röste sie für diese Suppe im Ofen, bis sie weich werden, leicht karamellisieren und an den Rändern richtig schön Farbe bekommen. Dadurch wird die Suppe viel aromatischer, als wenn man die Tomaten einfach nur im Topf kocht.
Zutaten für 4 Personen
Für die Suppe
- 1 kg reife Tomaten
- 1 rote Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Honig
- 1 EL Tomatenmark
- 500 ml Gemüsebrühe
- 100 ml Schlagobers (Sahne)
- 1 kleiner Schuss Balsamico
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- einige Zweige frischer Thymian
- etwas Basilikum
Für die Kräuter-Crème-fraîche
- 150 g Crème fraîche
- 1 EL fein geschnittener Basilikum
- 1 EL gehackte Petersilie
- 1–2 TL Zitronensaft
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Den Backofen auf 180 °C Heißluft vorheizen.
- Die Tomaten halbieren und gemeinsam mit der grob geschnittenen roten Zwiebel und den Knoblauchzehen auf ein Backblech geben.
- Mit Olivenöl, Honig, Salz, Pfeffer und frischem Thymian vermischen.
- Für etwa 35–40 Minuten rösten, bis die Tomaten weich sind und an den Rändern leicht dunkel karamellisieren.
- Das geröstete Gemüse anschließend mit Tomatenmark, Gemüsebrühe und einem kleinen Schuss Balsamico in einen Topf geben und etwa 10 Minuten köcheln lassen.
- Alles fein pürieren, Schlagobers dazugeben und noch einmal abschmecken.
- Für eine besonders samtige Suppe kann man sie anschließend durch ein feines Sieb streichen, muss aber nicht sein.
- Für die Kräuter-Crème-fraîche einfach alle Zutaten miteinander verrühren.
- Die Suppe in schöne Schalen geben und jeweils einen kleinen Klecks Kräuter-Crème-fraîche daraufsetzen.
- Mit einem Löffel leicht durch die Creme ziehen, sodass ein kleiner Swirl entsteht. Ein paar geröstete Tomatenstücke, frischer Basilikum oder Thymian und ein paar Tropfen gutes Olivenöl machen die Suppe fertig.
Mein Tipp: Ein bisschen von den gerösteten Tomaten vor dem Pürieren beiseitelegen. Die kleinen karamellisierten Stückchen sind später nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch wunderschön.
Hokkaido-Flammkuchen mit roter Zwiebel, Feta, Honig & Walnüssen
Der Flammkuchen ist für mich der gemütliche Teil des Menüs. Hokkaido und rote Zwiebel werden hauchdünn geschnitten und auf einen knusprigen Flammkuchenteig gelegt. Nach dem Backen kommen cremiger Feta, geröstete Walnüsse, frischer Thymian und ein feiner Honigfaden dazu. Süß, salzig, cremig und knusprig – genau diese Kombination liebe ich.
Für 2 große Flammkuchen
Für den Teig
- 300 g Dinkelmehl, gern frisch gemahlen
- 150 ml Wasser
- 3 EL Olivenöl
- 1 TL Salz
Für den Belag
- ½–1 Hokkaido-Kürbis, je nach Größe
- 1–2 rote Zwiebeln
- 200 g Crème fraîche
- 150 g Feta
- 1 Handvoll Walnüsse oder Haselnüsse
- 1–2 EL Honig
- frischer Thymian
- Salz und Pfeffer
- etwas Olivenöl
- optional etwas Zitronenabrieb
- optional einige Kürbiskerne
Zubereitung
- Für den Teig Mehl, Wasser, Olivenöl und Salz zu einem glatten Teig verkneten.
- Etwa 20–30 Minuten ruhen lassen.
- Den Hokkaido mit Schale in sehr dünne Halbmonde schneiden. Gerade beim Hokkaido liebe ich es, dass man die Schale einfach mitessen kann.
- Die rote Zwiebel ebenfalls sehr fein schneiden.
- Die Crème fraîche mit etwas Salz, Pfeffer und – wenn man mag – etwas Zitronenabrieb verrühren.
- Den Teig in vier Stücke teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche möglichst dünn ausrollen und mit der Crème fraîche bestreichen.
- Kürbis und rote Zwiebel darauf verteilen.
- Bei 250 °C Ober-/Unterhitze etwa 8–12 Minuten backen, bis der Rand schön knusprig und goldbraun ist.
- Anschließend den Feta darüberbröseln und mit gerösteten Walnüssen, frischem Thymian bestreuen und etwas Olivenöl beträufeln.
- Zum Schluss ein bisschen Honig darüberlaufen lassen. Wer es etwas schärfer mag, kann den Honig mit einer kleinen Prise Chili verrühren.
Luftiger Rote-Rüben-Kuchen mit leichter Zitronen-Vanille-Frischkäsecreme
Und dann kommt mein Lieblingsabschluss. Ein Kuchen, der schon durch seine Farbe etwas Besonderes ist, aber trotzdem leicht und frisch bleibt. Die Rote Rübe wird roh und fein gerieben direkt in den Teig gegeben. Dazu kommt mildes Olivenöl, Zitrone und Vanille. Durch die lange aufgeschlagenen Eier wird der Kuchen wunderbar luftig. Ich wollte ganz bewusst keinen schweren Kuchen und auch kein dickes Frosting. Stattdessen gibt es eine leichte, zitronige Frischkäse-Sahne-Creme, die erst beim Servieren auf die einzelnen Kuchenstücke gespritzt wird. Dazu ein paar Beeren und kleine Blüten.
Für eine Springform mit 24 cm
- 250 g rohe Rote Rübe
- 4 Eier
- 150 g Zucker
- 1/4 TL Vanille, gemahlen
- 100 ml mildes Olivenöl
- Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
- 2 TL Zitronensaft
- 150 g Dinkelmehl, gern frisch gemahlen
- 50 g gemahlene Mandeln oder Walnüsse
- 1½ TL Weinstin-Backpulver
- 1 Prise Salz
- ½ TL Ceylon Zimt
- optional ¼ TL Kardamom
Für die leichte Creme
- 200 g Frischkäse
- 200 ml kaltes Schlagobers (Sahne)
- 20 g Staubzucker
- 1 TL Honig
- 1/4 TL Vanille, gemahlen
- 1 Prise Tonkabohne, gemahlen
- Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
Für die Dekoration
- Himbeeren oder Brombeeren
- essbare Blüten
Zubereitung:
- Die Rote Rübe schälen und sehr fein reiben.
- Den Backofen auf 170 °C Heißluft vorheizen.
- Eier, Zucker und Vanille 5–7 Minuten hell und richtig luftig aufschlagen.
- Das Olivenöl langsam einlaufen lassen. Zitronenabrieb und etwas Zitronensaft dazugeben.
- Mehl, Mandeln, Backpulver, Salz und Gewürze miteinander vermischen und vorsichtig unter die Eiermasse heben.
- Zum Schluss die fein geriebene Rote Rübe unterheben.
- Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (ca. 25 cm) geben und etwa 35 Minuten backen.
- Der Kuchen soll nicht trocken werden. Bei der Stäbchenprobe dürfen ruhig noch ein paar feuchte Krümel am Stäbchen hängen.
- Vollständig auskühlen lassen.
Für die Creme:
- Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und cremig mixen, bis die Creme schöne Spitzen bildet und spritzfähig ist.
- Die Creme in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen.
- Den Kuchen in etwa 10 x 5 cm Stücke schneiden und mit die Creme hübsch auf den Kuchen spritzen.
- Nach Belieben mit Brombeeren/Himbeeren und ein paar Blüten dekorieren.
Ein Tisch voller September
Wenn am Ende alle drei Gänge auf dem Tisch stehen, ist genau das entstanden, was ich an dieser Jahreszeit so liebe.
Die kräftigen Farben der Tomaten.
Das warme Orange des Kürbisses.
Das leuchtende Pink der Roten Rübe.
Dazwischen Creme, Grün, kleine Blüten und warmes Kerzenlicht.
Und vor allem: Zutaten, die gerade Saison haben und am besten schmecken, wenn sie nicht weit reisen müssen.
Vielleicht ist das auch das Schönste an From Garden to Table: Es muss gar nicht kompliziert sein.
Ein paar gute Zutaten. Ein schöner Tisch. Menschen, die man gerne um sich hat. Und genügend Zeit, um nach dem Essen noch sitzen zu bleiben.
Genau dafür liebe ich den September.
Und genau dafür hole ich auch mein schönes Geschirr immer wieder aus dem Schrank.
Denn für mich gehört zu einem guten Essen nicht nur, was auf dem Teller liegt, sondern auch, wie es sich anfühlt, wenn man gemeinsam am Tisch sitzt.
Die Fleur-Kollektion von Villeroy & Boch passt für mich genau deshalb so schön zu diesem Menü: hochwertig, zeitlos, verspielt und trotzdem wunderbar alltagstauglich.
Alles, was ihr auf diesen Bildern auf dem Tisch seht – von den Tellern und Tassen über das Besteck bis hin zu den Vasen, Kerzen und Stoffservietten – stammt aus der Welt von Villeroy & Boch.
Und vielleicht ist das mein liebster Gedanke für diesen September:
Vom Garten auf den Tisch. Vom Tisch ins Herz.

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