
Es gibt diese Gerichte, die sich einfach nach Herbst und Zuhause anfühlen. Nach einem gemütlichen Wochenende, wenn draußen die Tage kürzer werden und man drinnen Lust auf richtig gutes Soulfood bekommt.
Und wenn Fleisch auf den Tisch kommt, gilt bei mir ganz klar: Qualität vor Quantität. Ich kaufe lieber weniger Fleisch und dafür eines, bei dem ich wirklich weiß, woher es kommt und wie die Tiere gehalten wurden. Gerade bei Fleisch mache ich deshalb überhaupt keine Kompromisse.
100 % Bio aus Österreich – darauf vertraue ich
Sonnberg kenne ich schon lange und genau deshalb habe ich mich besonders gefreut, dass es das Sortiment mittlerweile auch so unkompliziert online zu bestellen gibt. Sonnberg ist eine Biofleischerei mit Sitz in Unterweißenbach im Mühlviertel und verarbeitet ausschließlich Fleisch aus österreichischer Bio-Landwirtschaft. Das Unternehmen arbeitet mit Bio-Landwirten aus dem Mühl-, Wald- und Mostviertel und legt Wert auf artgerechte Tierhaltung, einen respektvollen Umgang mit den Tieren und möglichst stressarme Transport- und Schlachtwege.
Für mich macht genau das den Unterschied: 100 % Bio und 100 % Österreich bedeutet kurze Wege, nachvollziehbare Herkunft und eine Landwirtschaft, bei der Tierwohl und Qualität zusammengedacht werden. Und natürlich schmeckt man gute Fleischqualität auch einfach.
Sonnberg gibt es übrigens nicht nur online: Neben dem Standort in Unterweißenbach gibt es ein Fachgeschäft am Sonnbergplatz in 1190 Wien sowie Sonnberg im Denns BioMarkt in der Landstraßer Hauptstraße in 1030 Wien.
Und der SONNBERG Biofleisch-Onlineshop?
Ich habe ihn ausprobiert und bin wirklich begeistert, wie unkompliziert das funktioniert. Lieblingsprodukte aussuchen, Wunschtermin auswählen und das Fleisch kommt gekühlt nach Hause. Sonnberg verschickt innerhalb Österreichs in einer umweltfreundlichen Mehrwegbox mit Kühlakkus und Next-Day-Fresh-Zustellung durch die Österreichische Post. Nach der Lieferung nimmt man das Fleisch heraus und gibt die Box mit dem Rücksendeetikett einfach wieder mit – sogar die Rücksendung ist bereits inkludiert.
Genau das finde ich so praktisch, wenn man – so wie ich – nicht immer Zugang zu wirklich gutem Biofleisch hat. Ich habe deshalb gleich ein bisschen mehr bestellt und einen Teil eingefroren: Puten-Schnitzel, Schweinefilet, Rindschnitzel, Rindsgulasch, Osso Bucco … Stöbert einfach einmal durch und nehmt das mit, was ihr gerne esst. Im Shop findet man wirklich eine große Auswahl an Rind, Schwein, Kalb, Lamm und Geflügel.
Für mich ist Sonnberg ein Unternehmen, bei dem ich das Gefühl habe, Qualität und Bio wirklich vertrauen zu können. Und wenn ich Fleisch für meine Familie kaufe, möchte ich genau das: dass es den Tieren gut gegangen ist und am Ende ein gutes, hochwertiges Lebensmittel auf unserem Tisch landet.

Und jetzt zu diesen Rouladen …
Die habe ich tatsächlich erst letztes Wochenende gemacht und sie waren so herrlich! Stefan war mit unserer Tochter eine Runde Radfahren und ich habe die Zeit genutzt, um ganz in Ruhe zu kochen. Und ich muss sagen: Ich genieße das richtig. In Ruhe Rouladen füllen, anbraten, eine Sauce köcheln lassen und nebenbei schon den Duft von Thymian und Kürbis in der Küche haben.
Später sitzen wir dann alle gemeinsam am Tisch – und genau das ist für mich Wochenend-Soulfood.
Unsere Tochter isst übrigens sehr gerne Fleisch, allen voran natürlich Putenschnitzi. Da tobe ich mich bei der Zubereitung gerne ein bisschen aus und kombiniere das Fleisch mit saisonalen Zutaten.
Hier kommt wirklich alles zusammen, was ich am Herbst liebe: süße Birne, guter Landschinken, würziger Bergkäse und Thymian in der Roulade, eine cremige Sauce mit Cider, Dijon-Senf und Schalotten und dazu weiche Kürbis-Spätzle.
Und keine Sorge wegen des Ciders, wenn Kinder mitessen: Der Cider wird in der Sauce aufgekocht und stark reduziert. Alkohol verkocht dabei zwar nicht garantiert vollständig, der Alkoholgehalt wird aber durch das Kochen deutlich reduziert. Wer ganz darauf verzichten möchte, kann den Cider einfach durch Apfelsaft plus einen kleinen Schuss Apfelessig ersetzen.
Die Kürbis-Spätzle sind sowieso ein kleines Highlight. Ich gebe Kürbispüree direkt in den Teig und 250 g Topfen dazu – das macht sie wunderbar weich und gibt zusätzlich Eiweiß. Danach werden sie nur noch in ordentlich Butter geschwenkt. Mehr Wohlfühlessen geht für mich kaum.
Also: ein gutes Stück Bio-Pute, eine herbstliche Füllung, cremige Sauce und selbstgemachte Kürbis-Spätzle. Genau so darf ein Herbstwochenende schmecken.
Hier das Rezept zum Nachzaubern:
Putenrouladen mit Birne, Bergkäse & Thymian
Für 4 Portionen
Für die Rouladen:
- 4 große BIO Puten-Filets (ca. 500-600 g)
- 8 Scheiben BIO Landschinken
- 2 feste, aber reife Birnen
- 160–180 g Bergkäse
- frischer Thymian
- 2-3 EL Dijon-Senf
- Salz & Pfeffer
- etwas Butterschmalz oder Öl zum Anbraten
Für die Sauce:
- 2 Schalotten
- 2 Knoblauchzehen
- 1 EL Butter
- 250 ml trockener Cider
- 300 ml Geflügelfond
- 150 ml Schlagobers
- 2 EL Dijon-Senf
- 2 EL Crème fraîche
- 1 TL Ahornsirup
- etwas Thymian
- Salz & Pfeffer
Für die Kürbis-Spätzle:
- 350 g Hokkaido-Kürbis
- 250 g Topfen
- 300 g Dinkelmehl
- 3 Eier
- 50-80 ml Sprudelwasser
- 1 TL Salz
- Muskat
- Butter zum Schwenken
Zubereitung
- Die Putenfilets je nach Größe waagrecht halbieren und zu Schnitzel flach klopfen. Etwas salzen, pfeffern und mit Dijon-Senf bestreichen. Mit Landschinken belegen und großzügig mit dünnen Birnenspalten, Bergkäse und Thymian füllen. Straff einrollen und mit Küchengarn oder Zahnstochern fixieren.
- Die Rouladen in einer großen Pfanne in Öl/Butterschmalz rundherum kräftig anbraten, bis sie schön Farbe bekommen. Herausnehmen und kurz beiseitestellen.
- Für die Sauce die Schalotten in Spalten schneiden und den Knoblauch fein hacken. Beides in Butter im Bratensatz anschwitzen. Mit Cider ablöschen und etwas einkochen lassen. Fond, Obers, Dijon-Senf und Crème fraîche dazugeben, mit Schneebesen glatt rühren und mit Honig, Thymian, Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die Rouladen wieder in die Sauce legen, Deckel drauf und bei kleiner Hitze etwa 12–18 Minuten fertig garen, dabei einmal wenden. Anschließend kurz ruhen lassen und die Sauce bei Bedarf noch etwas einkochen.
- Für die Spätzle den Kürbis grob würfeln und in Salzwasser weich garen, abgießen, pürieren und mit Topfen, Mehl, Eiern, Wasser, Salz und Muskat zu einem zähen Teig verrühren.
- Den Teig portionsweise in kochendes Salzwasser hobeln oder durch ein Spätzlesieb drücken. Sobald die Spätzle oben schwimmen, herausheben und abtropfen lassen.
- Zum Schluss die Spätzle in Butter goldbraun schwenken – wer mag, gibt noch etwas frischen Thymian dazu.
- Rouladen mit reichlich Sauce und den Kürbis-Spätzle servieren.
Ein richtiges Herbstessen zum Niederlassen, Durchatmen und Genießen.
Für mich ist Biofleisch vor allem eine Frage der Wertschätzung: Wenn wir Fleisch essen, dann möchte ich wissen, woher es kommt, wie die Tiere gehalten wurden und dass Qualität und Tierwohl nicht irgendwo auf der Strecke bleiben. Genau deshalb kaufe ich lieber bewusst und weniger, dafür wirklich gutes Fleisch – und bei Sonnberg habe ich für mich einen Anbieter gefunden, dem ich dabei vertraue. Sonnberg steht für 100 % Bio und österreichische Herkunft und arbeitet mit Bio-Landwirten aus dem Mühl-, Wald- und Mostviertel.
Und dieses Rouladen-Rezept ist für mich das perfekte Beispiel dafür, wie herrlich gutes Fleisch mit saisonalen Zutaten werden kann: ein bisschen süße Birne, würziger Bergkäse, Thymian, eine cremige Cider-Senf-Sauce und dazu weiche Kürbis-Spätzle – echtes Herbst-Soulfood für ein gemütliches Wochenende.
Wenn ihr Sonnberg noch nicht kennt, dann probiert es unbedingt einmal aus und stöbert durch den Onlineshop – gerade wenn ihr nicht direkt eine gute Biofleischerei in eurer Nähe habt, finde ich die Möglichkeit wirklich großartig. Im Oktober teile ich dann wieder ein neues Rezept mit Biofleisch mit euch. Ich freue mich schon darauf – und jetzt wünsche ich euch erst einmal ganz viel Freude beim Nachkochen!

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